Hyundai Grevenbroich: Umbau und energetische Sanierung
MARKENARCHITEKTUR ǀ Umbau ǀ Energetische Sanierung
Der Hyundai-Betrieb in Grevenbroich ist in die Jahre gekommen. Die fehlende Wärmedämmung eines Gebäudeteils aus den 1980er Jahren, veraltete sanitäre Einrichtungen und eine ungünstige Logistik beim Räder-Management machen eine umfangreiche Sanierung notwendig. Schormann Architekten & Ingenieure realisieren den Umbau in mehreren Bauabschnitten bei laufendem Betrieb und setzen dabei das neue Hyundai-CI um.
PROJEKTDATEN
Autohaus Gerresheim
Am Hammerwerk 11
41515 Grevenbroich
REALISIERUNG:
2025
PROJEKTLEITUNG:
Olena Bezmen
BETEILIGTES INGENIEURBÜRO:
PROJEKTUMFANG:
Abriss und Neubau des mittleren Gebäudeteils
Neuer Eingangsbereich in CI-gerechter
Möblierung Neue einheitliche Fassade
Optimierung der Betriebsabläufe / Rädermanagement
Neue Sozialräume und sanitäre Anlagen
Neue Sozialräume und sanitäre Anlagen Energetische Sanierung des kompletten Gebäudes
Fassade schafft modernes Gesamtbild
Das Autohaus besteht aus vier Gebäudeteilen. Der mittlere Gebäudeteil, der sich durch das teilweise verglaste Stahldach im Sommer stark erhitzt hat, wird abgerissen. An dieser Stelle entsteht ein wärmegedämmter Baukörper, dessen Höhe dem gesamten Ensemble angepasst wird. Eine großzügige Glasfront auf der Nordseite lässt viel Licht ins Innere, ohne dass sich der Raum erhitzt.
Der neu gestaltete Eingangsbereich mit verglasten Büroräumen in CI-gerechter Möblierung sorgt für eine freundliche und einladende Atmosphäre. Die Verlegung der Direktannahmen an die Vorderseite des Gebäudes sowie deren Verglasung zum Innenbereich führen zu mehr Transparenz und Offenheit. Eine im neuen CI gestaltete Fassade verbindet die Gebäudeteile und verleiht dem Autohaus ein einheitliches modernes Erscheinungsbild.
Optimierung der Betriebsabläufe
Schormann Architekten nutzen den Umbau, um die Betriebsabläufe des Hyundai-Händlers zu optimieren. Ein Aufzug für den Transport der Räder vom Kellergeschoss auf die Werkstattebene ermöglicht kurze und zugleich wettergeschützte Wege. Die alten Direktannahmen an der Gebäuderückseite werden zu modernen Waschboxen umgestaltet; die Werkstatt wird modernisiert.
Neue Sozialräume und sanitäre Anlagen in Werkstattnähe verbessern die Arbeitsbedingungen. Die Sanierungsarbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb. Temporäre Trennwände zu den angrenzenden Gebäudeteilen sorgen dafür, dass Kunden und Mitarbeiter während der Umbauphase möglichst wenig gestört werden.
Energetische Sanierung mit KfW-Förderung
Das Gebäude wird energetisch saniert und mit neuer Heizungs- und Lüftungstechnik ausgestattet. Dafür kommen KfW-Mittel zum Einsatz, die rund ein Drittel der Gesamtkosten des Bauvorhabens abdecken. Der Boden wird bis zur Rohdecke zurückgebaut, mit neuer Wärmedämmung versehen und anschließend mit neuen Fliesen ausgestattet. Die gesamte Gebäudehülle erhält eine Dämmung gemäß den Vorgaben der Bundesförderung für effiziente Gebäude.
Für die Wärmeversorgung kommen eine Wärmepumpe, Deckenstrahlplatten und eine 150 Quadratmeter große Photovoltaikanlage auf dem Dach zum Einsatz. Die neue Lüftungsanlage verfügt über Wärmerückgewinnung und arbeitet dadurch besonders energieeffizient. Im Außenbereich entstehen zwei zusätzliche Ladesäulen für Elektrofahrzeuge.


