ThyssenKrupp kehrt zurück zu seinen Wurzeln

Wettbewerb | Architekturkonzept

Die Konzeption des ThyssenKrupp Quartiers in Essen wurde 2007 als Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich über 100 renommierte nationale und internationale Architekturbüros beteiligten. Der städtebauliche Entwurf von Schormann Architekten & Ingenieure kam auf Platz 4. Er thematisiert die Themen „Stahl“ (ThyssenKrupp) und „Ursprung“ (Ruhrgebiet) und versinnbildlicht die Rückkehr des Konzerns zu seinen Wurzeln.

PROJEKTDATEN

GRUNDSTÜCKSFLÄCHE.

100.000 m²

ENTWURF:

2007

PROJEKTLEITUNG:

Ralf Arno Schormann

Das Stahlband als Leitmotiv

Der Wettbewerbsbeitrag entwickelt sich aus der Idee eines durchgehenden Stahlbands, das als prägendes architektonisches und landschaftliches Element das gesamte Areal durchzieht. Aus diesem Band entwickeln sich die Einzelgebäude, wodurch eine einheitliche, ensemblehafte Gesamtwirkung entsteht. Es verleiht dem Quartier Identität und verweist zugleich auf die industrielle Tradition und Materialkompetenz von ThyssenKrupp.

Räumliche Struktur und Landschaftsbezug

Das Band spannt sich vom Multifunktionsgebäude am Boulevard im Nordwesten bis zum Headquarter an der Altendorfer Straße im Südosten. Dazwischen reihen sich Verwaltungsgebäude, Hotel und Freiflächen an. In seiner landschaftlichen Ausprägung öffnet das Band das Quartier sowohl zum neuen Boulevard im Westen als auch zur Altendorfer Straße. Die entstandene Freifläche wird als durchgrüntes Campusareal mit Wasserflächen und Aufenthaltszonen gestaltet. Wasserläufe gliedern das Grundstück, dienen der Orientierung, der Erschließung und übernehmen zudem Funktionen der Grundstücksentwässerung und Gebäudekühlung.

Das Headquarter als städtebaulicher Akzent

Das Headquarter markiert den südöstlichen Abschluss des Ensembles und übernimmt eine prägende Rolle im Stadtbild. Ein großzügiger Vorplatz zur Altendorfer Straße schafft eine visuelle und funktionale Verbindung zu den gegenüberliegenden Erweiterungsflächen des ThyssenKrupp-Areals. So entsteht ein offener Dialog zwischen Bestand und Neubau innerhalb des Quartiers.

Das Multifunktionsgebäude am Boulevard

Im Nordwesten des Areals bildet das Multifunktionsgebäude den Auftakt des Stahlbands. Es vereint Academy, Büros, Verwaltung, Casino und Gastronomie unter einem Dach. Markantes Element ist hier die Kante, die der Platz zur darunter liegenden Wasserfläche ausbildet und die mit Spundwänden aus dem Produktportfolio von ThyssenKrupp verkleidet ist. Spundwände, Wasserspiegel und Stahlhalle schaffen eine Farbwelt, die auf die innovativen Produkte und Werkstoffe von ThyssenKrupp abgestimmt ist.

Freiräume und Aufenthaltsqualitäten

Grünflächen und Gebäudestruktur treten in einen engen Dialog und schaffen differenzierte Aufenthaltsräume. Plätze und Innenhöfe bilden Orte des Austauschs, der Begegnung und der Ruhe – mit jeweils unterschiedlichem Grad an Öffentlichkeit. Sie verleihen dem Quartier eine lebendige, einladende Atmosphäre und machen es zu einem identitätsstiftenden Ort für Mitarbeitende und Besucher.