Eine fliegende Arche für den Präsidenten
Wettbewerb | Architekturkonzept
Wie würde das Weiße Haus aussehen, wenn es heute gebaut würde? Schormann Architekten & Ingenieure beteiligten sich an einem internationalen Ideenwettbewerb für ein neues Weißes Haus und begeisterten die Öffentlichkeit mit einem futuristischen Zeppelin, der den Präsidenten und sein Team vor Ort zu den Menschen bringt, zugleich als fliegende Arche bedrohte Arten schützt und ein weltweites Netzwerk ökologischer Technologien aufbaut.
PROJEKTDATEN
ENTWURF:
2008
PROJEKTLEITUNG:
Alex Schulz
Ralf Arno Schormann
Internationaler Ideenwettbewerb
Wenn das Weiße Haus in Washington, das architektonische Symbol politischer Macht, heute gebaut werden würde – wie würde es wohl aussehen? Diese Frage stellte das amerikanische Architektur- und Designnetzwerk Storefront for Art and Architecture anlässlich der Präsidentschaftswahlen 2008 in den USA und forderte Architekten und Designer rund um den Globus dazu auf, einen neuen Wohnsitz für den wohl mächtigsten Menschen der Welt zu entwickeln.
„Rediscovery“: Zeppelin mit Bodenstation
Unser Wettbewerbsbeitrag umfasste eine mobile, kommunikative und ökologische Vision eines Präsidentensitzes für das 21. Jahrhundert. „Rediscovery“ ist ein duales Konzept für das Weiße Haus, das aus einem Luftfahrzeug mit einem mobilen Oval Office (White Wing) und einer Basisstation am Boden (Docking Station) als eigentliches Gebäude besteht.
„White Wing“ ist ein umweltfreundlicher, mit Helium betriebener Zeppelin, der sowohl Arbeitsräume als auch Unterbringungsmöglichkeiten für den Präsidenten und seinen Mitarbeiterstab bietet. Er erlaubt es der Regierung, bei Krisen oder Naturkatastrophen mobil einsatzfähig zu sein, um Maßnahmen mit pilavas: Schormann Architekten Website: White House Redox 2 modernen Kommunikationsmitteln vor Ort zu koordinieren. Der Zeppelin bringt den Präsidenten direkt zu den Menschen, die ihn brauchen. Als eine Art moderne Arche ist er zugleich ein Labor für bedrohte Arten, in dem regenerative Technologien entwickelt und das Wissen darüber weltweit ausgetauscht werden können.
Die Bodenstation hat vor allem Verwaltungsfunktionen und verfügt über eine „Docking Area“ für den Zeppelin. Darüber hinaus finden sich hier ein öffentlicher Ausstellungsbereich sowie ein Archiv für bedrohte Arten und ein Labor, in dem Auswirkungen des globalen Klimawandels erforscht werden können.
Zweiter Platz bei den Popular Votes
Rund 500 Architekten und Designer aus 42 Ländern beteiligten sich an diesem Wettbewerb. Unser Beitrag kam unter die 50 besten Projekte, die auf einer Internetplattform präsentiert wurden. Bewertet wurden die Beiträge sowohl von einer ausgewählten Jury, als auch von der Öffentlichkeit, die im Internet abstimmen konnte. In der öffentlichen Abstimmung erreichte „Rediscovery“ mit 6.174 Popular Votes den zweiten Platz. Auch in Fachkreise wurde das ambitionierte Projekt intensiv diskutiert.


