Porsche Zentrum Essen

MARKENARCHITEKTUR | Autohausbau

Auf dem ehemaligen Betriebsgelände von ThyssenKrupp in Essen realisierten Schormann Architekten & Ingenieure in nur neun Monaten Bauzeit ein neues, CI-konformes Porsche Zentrum. Das Architekturkonzept verbindet die Tradition des historischen Industriestandortes mit der Moderne eines ästhetisch prägnanten Autohauses.

PROJEKTDATEN

Porsche Zentrum Essen
Gottfried Schultz Sportwagen GmbH & Co. KG
Altendorfer Str. 52
45143 Essen

GRUNDSTÜCKSFLÄCHE:

5.555 m²

Nutzfläche:

3.810 m²

BAUZEIT:

9 Monate

REALISIERUNG:

2006

PROJEKTLEITUNG:

Ursula Behmer

Zweigeschossige Ausstellungshalle

Die Architektur nutzt die topografische Hanglage optimal aus: Die Ausstellungshalle, die sogenannte Rotunde, wurde zweigeschossig konzipiert. Das ebenerdig zugängliche Untergeschoss bietet Platz für weitere Ausstellungsflächen sowie eine Tiefgarage. Bei der Glasfassade im Untergeschoss der Rotunde verzichteten die Architekten auf senkrechte Profile. So entstand ein durchgängiges Schaufenster, das die Neuwagen eindrucksvoll präsentiert. Zwischen Rotunde und Werkstatt – im Porsche-Jargon „Black Box“ genannt – befindet sich ein großzügiger Servicebereich mit Fahrzeugübergabe, Fitting Lounge, Shop und Café. Diese Anordnung ermöglicht effiziente Abläufe und kurze Wege.

Lichtdurchflutete Sportwageninszenierung

Licht und Transparenz prägen das gesamte Architekturkonzept. Durch Dachoberlichter – sogenannte Nordsheds – gelangt das Tageslicht blendfrei in die Rotunde und schafft eine atmosphärische, fast museale Stimmung. Diese Transparenz setzt sich bei der Gestaltung der Büroräume fort, die zur Ausstellung hin vollständig verglast sind. Im Innenraum betonen hochwertige, dezente Materialien und eine sorgfältig abgestimmte Mischung aus natürlicher und künstlicher Beleuchtung die Wirkung der Sportwagen.

Funktionale Perfektion

Neben der innovativen Umsetzung der CI-Vorgaben steht die Funktionalität im Mittelpunkt des Konzeptes. So wurde das Teilelager in der Gebäudemitte über drei Etagen konzentriert, um Werkstatt und Kundenservice auf kurzem Wege zu bedienen. In der Werkstatt wurden die Hebebühnen entlang der Außenwände positioniert, wodurch in der Mitte großzügige Arbeits- und Rangierflächen entstanden. Auch hier sorgen Oberlichter für optimales Licht und gute Belüftung. Großen Wert legten die Architekten auf die gestalterische Integration der technischen Anlagen: Leitungen und Lüftungen an Decken und Wänden sind bewusst Teil des architektonischen Gesamtbildes.

Auf Tradition gebaut

Das Porsche Zentrum „baut auf Tradition“, denn es steht auf dem Keller des ehemaligen Hauptverwaltungsgebäudes der Krupp-Werke. Dessen 1,30 Meter dicke Bodenplatte erwies sich als derart massiv, dass die Architekten entschieden, sie als stabile Basis zu nutzen und das Porsche Zentrum auf diese alte Mauerkrone zu gründen. Auch die Außenanlagen wurden konsequent in das Gesamtkonzept integriert: Ein gelber Pflasterstreifen führt zum Haupteingang, während ein Heckenrosenband das Areal harmonisch einfasst. Besonderes Highlight ist ein Balkon im Obergeschoss, der einen weiten Blick auf das benachbarte Krupp’sche Stammhaus und den angrenzenden Park eröffnet.

Auch diese Themen könnten Sie interessieren: